Freitag, 28. März 2014

Oscar Wilde und wie wir ihn verstehen

Oscar Wilde, 1882
Foto: Napoleon Sarony
Eine Biographie des legendären Oscar Wilde gibt es hier noch nicht und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist Wilde so bekannt, dass man sehr leicht sehr viel über ihn herausfinden kann und ihr mich dafür eigentlich nicht braucht. Zum zweiten war ich mir nicht sicher, wie ich einen meiner literarischen Helden hier auf dem Blog vorstellen soll. Nun habe ich mich entschieden und ich hoffe, ihr lernt aus diesem Artikel noch etwas, das man noch nicht überall gehört hat. Beginnen möchte ich mit einer Einführung dazu, wer Oscar Wilde überhaupt war. Dabei soll es um einige Fakten gehen, die ihr vielleicht noch nicht über ihn wusstet. 

Aber hauptsächlich geht es mir um seine Rezeption heutzutage. Wie nehmen wir Oscar Wilde heute auf im Gegensatz zu den Leuten seiner eigenen Zeit? Verstehen wir ihn richtig, falsch, tun wir ihm Unrecht oder ist die Verehrung seiner Person am Ende wirklich nicht angebracht? All das möchte ich mir mal anschauen. Was heute anders ist, als sonst, ist wohl, dass es heute weniger Fakten geben wird und mehr Überlegungen von mir. Ich habe mich mit Wilde und seinen Werken viel beschäftigt, doch ich glaube nicht, dass irgendjemand genau sagen kann, wer er wirklich war. Aber darüber nachdenken können wir. 

Biographisches - Der Mythos Oscar Wilde

Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren. Er war der Sohn von Jane Wilde, einer irischen Nationalistin, die die Unabhängigkeit Irlands von England unterstützte, und William Wilde, Irlands bekanntestem Chirurgen und Philanthrop. Oscar hatte mehrere Geschwister: Seine drei Halbgeschwister, Henry, Emily und Mary, sowie zwei Geschwister, William und Isola. Emily und Mary kamen ums Leben, als ihre Kleider durch einen Kamin auf einer Feier Feuer fingen, Oscars geliebte Schwester Isola starb im Alter von bloß neun Jahren an einer Krankheit. Durch seine Mutter wurden Oscar Poesie und Literatur früh nahe gebracht. Sie selbst schrieb unter Pseudonym Gedichte und im Salon der Familie waren oft bekannte literarische Größen des Jahrhunderts zu Gast. Wilde besuchte einerseits das Trinity College in Irland und später Oxford College in England. 

Wilde begann schon zu College-Zeiten Geschlechterrollen und soziale Erwartungen abzulehnen. Er war ein Mitglied des Aesthetic Movements und bereits bekannt für das, was ihn bald berühmt machen würde: Seine schillernde Persönlichkeit. Seine Räume zu Universitätszeiten waren unter anderem mit Pfauenfedern und den so berühmten Sonnenblumen geschmückt, die ihm viele als nutzlosen Tand auslegten. Die Liebe zur Schönheit, die Wilde und die anderen Ästheten verband, war etwas, was im viktorianischen Zeitalter als unnötig und sehr unmännlich verstanden wurde, was Oscar für sein Wesen, das nun einmal Sonnenblumen und schöne Kleider beinhaltete, sehr viele Probleme einhandelte. Einer Anekdote nach wurde Wilde wegen seines flamboyanten Auftretens einmal von vier Kommilitonen tätlich angegriffen und überraschte alle, als er ganz allein mit ihnen fertig wurde. 

Nach seinem sehr guten Abschluss kehrte Oscar nach Dublin zurück, wo er Florence Balcombe, seine Jugendliebe, traf. Florence heiratete jedoch bald darauf keinen geringeren als Bram Stoker, woraufhin Oscar endgültig nach England zog und die nächsten Jahre als Junggeselle durch England, Paris und die Vereinigten Staaten reiste. Mit 27 Jahren veröffentlichte er in London seinen ersten Gedichtband, der recht gut aufgenommen wurde. Schon in den frühen Jahren seines Erfolges wurde Wilde stark für sein künstlerisches, schillerndes Auftreten kritisiert. Er glaubte daran, dass Schönheit und Freude wichtiger seien als die vom Utilitarismus gepriesenen Werte, nach denen alles zweckorientiert und nützlich zu sein hatte. Im Mai 1884, nach mehreren Reisen und Vorträgen in Theatern und dergleichen, heiratete er Constance Lloyd, die seinen Sinn für Schönheit teilte. Das Paar hatte zwei Söhne, Vyvyan und Cyril. 

Skandalöses - Dorian Gray und viktorianische Moral 

Alfred Douglas & Oscar Wilde, 1894
Wilde arbeitete kurz als Journalist für das Magazin Woman's World, bevor er sich dem Schreiben widmete. In den nächsten Jahren erschienen seine Märchen und 1890 der erste Teil des berühmten Picture of Dorian Gray im Lippincott's Magazine. Und hier beginnt der Abstieg des Oscar Wilde: Sofort kritisierte man den Dorian für seine Verdorbenheit, für homosexuelle Subtexte und die dekadenten Ausschweifungen der Figuren. In den Augen viktorianischer Leser war der Dorian ein Skandal, in dem ihre Moral und Etikette mit Füßen getreten wurde. 

Vor der Veröffentlichung als Roman 1891 unterzog Oscar seinen Roman einer gründlichen Überarbeitung, bei der alle verfänglichen, homoerotischen oder zu dekadenten Passagen entfernt wurden. Doch der Vorwurf blieb bestehen. Wir heute wissen hoffentlich alle, dass kaum etwas von dem, für das Wilde damals kritisiert wurde, wirklich etwas Schlimmes ist. Seine Theaterstücke, die er in den Folgejahren schrieb, feierten jedoch trotzdem einige Erfolge. Viele seiner Stücke, besonders die Komödien, enthalten sehr subtile Gesellschaftskritik, um die wir uns nachher noch kümmern. 

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Oscar schon 1886 auf den damals siebzehnjährigen Journalisten Robert Ross traf, der Wildes Gedichte kannte und sich in den Kopf gesetzt hatte, Oscar zu verführen - was ihm auch gelang. Robert und Oscar blieben auch nach der Affäre gute Freunde, genau wie Oscar und John Gray, der als Vorlage für Dorian Gray gilt. 1891 lernte Oscar dann Alfred Douglas kennen, einen jungen Adeligen, der als hitzköpfig und verwöhnt galt. Oscar soll von Alfred regelrecht verzaubert gewesen sein, denn er erfüllte ihm jeden Wunsch. Man nimmt an, dass Alfred Oscar die Londoner Unterwelt näher brachte. Oscars Beziehung zu Alfred sorgte dafür, dass er begann das öffentliche Leben und sein privates Leben vorsichtig zu trennen. Da Homosexualität im viktorianischen Zeitalter als schlimmes Vergehen gewertet wurde,  wollte Oscar die Beziehung zwar geheim halten, sah allerdings auch große Freude in der Gefahr allein. An sich gefiel es ihm, die Werte seiner Gesellschaft herauszufordern. 

Tragisches - Der Fall des Oscar Wilde 

Und genau diese Beziehung sorgte für den Fall des Oscar Wilde. Denn Alfred Douglas' Vater, der Marquis von Queensberry, der unter anderem dafür bekannt ist, den Boxsport revolutioniert zu haben, hatte einen Verdacht. Dem Marquis ging es nicht bloß um die in seinen Augen unmoralische Beziehung - er und sein Sohn stritten seit Monaten immer wieder und die Beziehung zu Oscar gab dem Marquis Queensberry nun etwas gegen ihn in die Hand. Man kann also sagen, dass alles, was folgte viel eher ein persönlicher Rachefeldzug eines Vaters gegen seinen Sohn war, als ein Versuch die viktorianische Moral zu wahren. Im Jahr 1895, nachdem Queensberry Wilde immer wieder gedroht hatte, beschloss Oscar den Vater seines Freundes anzuzeigen. Mit schrecklichen Folgen. Queensberry drehte die Anklage einfach herum, beschuldigte Wilde der "Sodomie" und der Verführung seines Sohnes. Die Medien machten Oscar nach einigen vorangegangenen spektakulären Fällen um Homosexualität zum Exempel: Sie stellten ihn da als Verführer, der junge Männer zu einem Leben in Sünde verleitete. Natürlich war er das keinesfalls, aber ein berühmter Mann, den man stürzen und zum abschreckenden Beispiel machen konnte, kam den Leuten wohl gerade Recht. Bevölkerung und Medienlandschaft waren einer Massenhysterie nahe, ganz England in Aufruhr. 

Im Verfahren wurden auch der Dorian Gray und dessen gewagtes Vorwort gegen Oscar verwendet, so wie einige Gedichte und Briefe von und für Alfred Douglas. Später im selben Jahr wurde Oscar zu zwei Jahren harter Arbeit in Gefangenschaft verurteilt. Er war zur Spottfigur in England geworden, zu einem Sinnbild von Schande, Dekadenz und Unmoral. In Gefangenschaft begutachtete Wilde seine Situation, seinen Ruf als Herausforderer viktorianischer Moral und Gesellschaft, aber auch erstmalig Alfreds Rolle als arroganter, leichtlebiger Adeliger, der sich keinen Deut um andere Menschen scherte. 1897 verließ Oscar krank und geschwächt das Gefängnis und ging nach Paris, wo er von nun an als Sebastian Melmoth im Exil lebte. Einer seiner letzten verbliebenen Freunde war übrigens Robert Ross, den Wilde zuvor für Alfred Douglas verlassen hatte. Constance Wilde weigerte sich, sich selbst oder die Kinder in seine Nähe zu bringen, schickte ihm aber hin und wieder Geld. 

Im Jahr 1900 hatte Oscar psychisch und körperlich kaum Reserven über. Er schickte nach Robert Ross und starb am 30. November in seinem Hotel an Meningitis, wie seine kleine Schwester Isola. Wilde wurde erst auf einem anderen Friedhof beerdigt, wurde 1909 aber auf den großen Friedhof Père Lachaise verlegt, wo sein Grab bis heute zu besuchen ist. In das Grab sind einige Zeilen aus Oscars Ballad of Reading Gaol eingraviert, endend auf: "For his mourners will be outcast men and outcasts always mourn." Was hier ganz wichtig ist: Wildes Fall war ein Medienereignis, eine inszenierte Hexenjagd. Obwohl er groß gefeiert wurde, hatte seine Kritik an der Gesellschaft, sein unkonventionelles Auftreten und ganz besonders der Dorian viele Leute schon lange gestört. Bei dem Fall Wilde ging es nicht bloß um Wilde selbst, sondern um eine politische Botschaft an ganz England: Benimm dich nicht wie dieser Mann, sei immer angepasst und erfüll die dir zugetragene Rolle, sonst passiert dir dasselbe! Nicht ohne Grund flohen in Folge der Verhandlungen viele homo- und bisexuelle Männer und Künstler aus England. 

Nachdenkliches - Wie wir Oscar Wilde heute verstehen 

Oscar, Cyril und Constance, 1892
Die Rezeption Oscar Wildes war schon immer kontrovers. Seine viktorianischen Zeitgenossen nahmen ihn erst als flamboyanten Künstler war, als jemanden, der mit ihren Vorstellungen von Moral, Ethik, Männlichkeit und Schicklichkeit spielte. Und genau das wollte Oscar sein. Er brauchte die Aufmerksamkeit der Massen, genoss die Anerkennung für sein Werk und seine Person, und gleichzeitig muss er seine Gesellschaft und ihre strikten gesellschaftlichen Regeln, ihre Zweischneidigkeit und Doppelmoral verabscheut haben.

Und genau das wird aus seinen Werken ersichtlich: Besonders seine Komödien sind voller subtiler Seitenhiebe auf die Gesellschaft, die jedoch von modernen Lesern oft überlesen werden. Das ist auch kein Wunder: Kennt man sich mit dem fin de siècle nicht gut aus, kann man natürlich auch nicht herauslesen, welche Aspekte kritisiert werden. Eine Entwicklung, die mir überhaupt nicht gefällt, ist übrigens das Abstempeln des Oscar Wilde als typisch sexistischen Viktorianer. Denn genau das war er nicht, wollte er nie sein. Viele frauenfeindliche Zitate, die man so finden kann, werden einfach mit Oscar Wilde unterzeichnet und ohne Kontext sieht es wirklich aus, als hätte er keine gute Meinung von Frauen gehabt. Aber halt! Denn diese Zitate stammen großteils aus seinen Werken.

Man kann einem Autor nicht die Worte seiner Figuren in den Mund legen, besonders, wenn die Figuren angelegt sind, um zu missfallen. Nehmen wir den berüchtigten Lord Henry Wotton aus Dorian Gray und seine Witze über Frauen. Sollen wir lachen? Nein. Wir sollen Lord Henry als arroganten, feigen Adeligen verstehen, der von allem spricht, aber sich nichts traut. Er ist keine positive Figur. Sein Sexismus ist nicht Oscar Wildes Sexismus, sondern ein Mittel für Oscar zu kritisieren, was ihm an seiner Gesellschaft nicht gefällt. Die Sprüche des Henry Wotton nun Oscar Wilde in den Mund zu legen, als würden sie seiner persönlichen Meinung entsprechen, verwandelt die eigentliche Kritik, die im Kontext des Romans klar wird, wenn man die Zeit und die Umstände kennt, in das genaue Gegenteil. Die Zitate sind aus dem Kontext gerissen, scheinen das genaue Gegenteil von dem zu bedeuten, was Wilde aussagen wollte. 

Aber genau das wird dank der Romantisierung der Figur des Lord Henry nicht mehr oft erkannt. Ähnliches gilt für seine Theaterstücke, besonders die Komödien. Doch nicht nur auf der Bühne zeigt sich ein Teil dessen, wer Oscar Wilde war. Ich erwähnte oben schon, dass er für ein Magazin namens Woman's World schrieb. Bevor er das Magazin übernahm, hieß es Lady's World, doch er benannte das Magazin um und sorgte dafür, dass nicht nur Modeberichte darin erschienen, sondern auch Berichte zu Politik und Kultur, Themen, die man Frauen damals nicht zutrauen wollte. Desweiteren setzte sich Oscar Wilde nebst seiner Frau Constance sehr stark im Sinne der Rational Dress Society ein: Sinnvolle, gesunde Mode für Frauen. Schaut man sich das Schicksal seiner beiden Halbschwestern an, dürfte das kaum überraschend sein.

Nachträgliches - Wer war Oscar Wilde? 

Ich kann nicht sagen, was für ein Mensch Wilde wirklich war, das kann niemand, doch mir missfällt, dass sein Einsatz für Frauen und gegen die viktorianische Gesellschaft heute vergessen sind, doch die sexistischen Aussagen des Lord Henry Wotton auf ihn gemünzt werden. Dazu kommt, dass Wilde sehr oft als "gay icon" gefeiert wird, doch ob er wirklich homosexuell war, ist nicht geklärt (aber er war ganz sicherlich nicht heterosexuell). Wilde trauerte seiner Jugendliebe Florence Balcombe stark nach, er hat Constance geliebt. Viele Leute streiten sich. Ist Oscar nun homo- oder heterosexuell? Die Leute, die ganz intelligent schlussfolgern, er könnte doch bisexuell oder pansexuell sein, finden leider kaum Gehör, obwohl doch alles darauf hinweist, dass Oscar Wilde in der Lage war, mehr als ein Geschlecht zu lieben. Am Ende muss hierzu allerdings auch gesagt werden, was ich bereits in meinem Artikel zur Homosexualität im viktorianischen Zeitalter angesprochen habe: Während es natürlich immer Menschen gab, die in die Konzepte von Sexualität, die wir heute kennen, hineinpassen, ist es schwierig unsere heutigen Bezeichnungen und Konzepte auf Menschen der Vergangenheit anzuwenden. Oscar Wilde hat sich nicht als homo- oder bisexuell verstanden, er hat anders über diese Dinge gedacht. Wie? Das ist schwer zu sagen. Und obwohl ich es wichtig finde, historische Persönlichkeiten, die nach modernen Konzepten zum LGBTIA-Spektrum gehören, als solche sichtbar zu machen, sollten wir vorsichtig damit sein, sie in moderne Konzepte pressen zu wollen.

Oscar war außerdem sehr am Schicksal von armen Menschen und Arbeitern interessiert, dank seiner Eltern, die viel in diese Richtung unternommen haben. Denkt man heute an Oscar Wilde, denkt man an einen extravaganten, Absinth trinkenden Bohemian, dem seine Liebe zu einem Mann zum Verhängnis wurde und dessen berühmteste Figur Lord Henry Wotton ein schrecklicher Sexist ist. Doch Oscar Wilde ist viel mehr. Er mochte wohl Geld und die Aufmerksamkeit seiner Zeitgenossen, war jedoch ein sehr kritischer, intelligenter Mann, der sich für Politik interessierte, für Frauenrechte und Arbeiterrechte und sich nicht davor scheute, die Probleme seiner Zeit in seinen Texten anzusprechen. Wer Oscar Wilde wirklich war, wird uns niemand sagen können, der ihn nicht gut kannte und dafür dürfte es etwas zu spät sein. Doch Wilde war nicht der leichtlebige, oberflächliche Mann, als der er heute oft dargestellt wird. 

Oscar Wilde war seiner Zeit einige Jahrzehnte voraus, ein interessanter Mann, der an Liebe, Schönheit und Freude geglaubt hat. Gedankt hat man es ihm, indem man ihm alles genommen hat, was er liebte. Wilde ist ein Symbol für die strenge Doppelmoral des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts und man sollte nicht vergessen, was er erreicht hat und wie er dafür bezahlen musste. Wilde ist nicht bloß das flamboyante Aushängeschild für Ästheten und Bohemians. Er ist ein Symbol für eine Gesellschaft am Rande großer Umstürze, die alles, was nicht ihrer Norm entspricht, an den Pranger stellt, klein macht und am Ende im Keim erstickt. Er ist ein Symbol dafür, was es bedeutet, im viktorianischen Zeitalter gegen Geschlechterrollen und Erwartungen anzugehen. Und über allem steht sein Glaube an das schöne, unbeschwerte Leben, den er bis zum Schluss nicht ganz verloren hat.

Selbst nachlesen?

Ellman, Richard: Oscar Wilde. 1988.

Holland, Merlin: Irish Peacock and Scarlett Marquess. The Real Trial of Oscar Wilde. 2003. 

1 Kommentar:

  1. Danke für diesen tollen Blogeintrag, der tatsächlich einige Aspekte der Persönlichkeit Oscar Wildes enthält, die mir neu sind.

    Tatsächlich hatte ich ihn immer als den typischen "Dandy" gesehen, der sich komplett dem Ästhetizismus verschrieben und somit keinen Blick für gesellschaftliche Ungerechtigkeit hatte.
    Ich hatte nicht bedacht, dass sich ein Sinn für das Schöne einerseits und Engagement für Benachteiligte andererseits auch damals nicht gegenseitig ausschlossen.

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